Kategorie: Bericht

Dirección estrategica y politica de empresa

(Dieser Text ist für Leute, die zu viel Zeit haben, sonst lieber unten bei Ronda weiterlesen! :P)

Schön, dass man als Erasmusstudent so viele Freiheiten hat. Heute habe ich beschlossen, davon Gebrauch zu machen und ein Fach nicht weiter zu besuchen. Der Grund ist ein völlig chaotischer Professor:
Besonders beeindruckend ist sein Einfallsreichtum an Lehrmaterialien und technischen Hilfsmitteln, die man sich als Student zu besorgen bzw. anzuwenden hat: Anfangs war ich froh, dass ich mich an den zwei Internetplattformen anmelden konnte, die eigentlich für Erasmusstudenten nicht zugänglich sind. Das Vorlesungsskript konnte ich aber leider nicht öffnen, weil es in irgendeinem kryptischen Format gespeichert war. Dafür habe ich mir drei andere Dokumente ausgedruckt, die ich dann nie gebraucht habe. Zusätzliche Materialien gibt es so viele man möchte. Wegen dem Skript hatte der Prof bald ein Einsehen und stellte es sogar als pdf online. Bald folgten die ersten Übungen, zu denen man sich übers Internet Videos anschauen sollte. Dazu benötigte man natürlich einen speziellen Player. Außerdem brauchte man zur Bearbeitung der Aufgaben sein Buch, das aber noch nicht erschienen ist. Daher war er so freundlich, eine „Vorschauversion“ des ersten Kapitels ins Internet zu stellen. Die habe ich dreisterweise dann ausgedruckt und sogar durchgearbeitet. Viel Inhalt hatte dieses Kapitel leider nicht. Kein Wunder, wenn auf anderthalb Seiten dargelegt wird, dass ein größeres Unternehmen mehr Geld für Forschung hat, als ein kleines.
Interessant sind auch seine verschiedenen Prüfungsformen: gleich in der zweiten Woche gab es einen Test, natürlich über das Internet. Man bekam um 15h einen Schlüssel zugemailt, mit dessen Hilfe man dann auf einer der Internetplattformen Zugang zu den Fragen erhielt. Dann hätte man innerhalb einer Stunde die Antworten über ein bestimmtes Formularfeld abschicken sollen. Letzteres hat leider nicht funktioniert. Diese unfähige Informatik!
Hilfsmittel waren alle erlaubt. Mein Hilfsmittel bestanden aus einer hilfsbereiten Deutschen, weil ich um diese Zeit mit meiner Schwester in Granada war.
Der nächste Test kam dann unangekündigt letzten Freitag. Morgens hatte er eine Mail mit einem Link zu einem Video herumgeschickt, was ich mir bis mittags aber leider noch nicht angeschaut hatte. Der Test ging dann über dieses Video. Ich schätze ja mal, die Spanier hatten den Link schon früher und uns hat er einfach vergessen. Aber never mind, wenn man ein Blatt mit seinem Namen abgibt, hat man zumindest bestanden.
Heute hatte ich dann allerdings genug, als er eine Aufgabe verkündet hat, für die man ein Statistikprogramm braucht, dass auf der CD bei seinem Buch dabei ist...
Wenn sein Unterricht wenigstens interessant wäre, aber so steht der Aufwand in keinem Verhältnis zu irgendetwas.
Erwähnenswert ist eigentlich auch noch sein Tafelbild: während der Stunde wird garantiert die ganze Tafel mit einzelnen Worten zugeschmiert. Manchmal hat er dann noch mehrere zusammenhänge Begriffe. Die werden plaziert, wo gerade Platz ist und mit Strichen über die Tafel verbunden. Es resultiert ein Chaos, mit dem selbst Prof. Schaich nicht mithalten kann!

von admin
28.10.08. 20:53:23. 507 Wörter, 1326 Ansichten. Kategorien: Bericht , Hinterlasse einen Kommentar »

Ronda

Gestern war ich spontan mit Oli und dessen Mitbewohner Chris in Ronda. Ronda ist eines der „weißen Dörfer“, das in jedem Reiseführer über Andalusien steht und folglich gut besucht ist. Trotzdem lohnt es sich auf alle Fälle sich die Stadt anzuschauen, denn Ronda liegt landschaftlich einmalig auf hohen Felsen und mitten hindurch geht eine Schlucht.

In Ronda gibt es auch viele Dinge zu besichtigen: Stierkampfarena, Kirchen, ein maurischer Palast mit Gärten, eine Mine, arabische Bäder,... Ich habe nur einen kleinen Eindruck bekommen, weil wir erst mittags losgefahren sind. Aber gelohnt hat es sich auf alle Fälle.

Ansonsten bin ich seit heute endlich offiziell Student an der Universidad de Malaga. Jaaa, beim dritten Versuch habe ich meine „Koordinatorin“ mal in ihrem Büro angetroffen. In ihren Sprechzeiten ist sie wohl nie anwesend und als ich heute außerhalb derselbigen auftauchte, hat sie schlecht gelaunt zu viele Unterschriften unter meine Formulare gesetzt, ohne sie zu prüfen. Wofür sie eigentlich da wäre. Dazu bekam ich dann noch einen Kommentar von wegen Sprechzeiten. Aber nun ja, gegen Mexiko ist das nichts, ne Anna! :yes:
Dafür bin ich immer noch froher Internetnutzer. Anscheinend jetzt bis Mittwoch.
Und was ich fast vergessen hätte: ich bleibe jetzt doch in meiner Wohnung. Anja und Tobi (kenne ich noch aus dem Hostel) wollen hier einziehen und das ist mir viel, viel lieber, als in ein kleines Zimmer mit einem viel zu kleineren Fenster umzuziehen, dass zu einer versifften Wohnung mit zwei bekifften Italienerinnen gehört und dann auch noch teurer ist. Leider hatte ich die Kaution schon bezahlt... Tja, ich hoffe sehr, dass ich sie zurückbekomme. Zugesagt wurde mir das ja, aber ich bin hier nicht in Deutschland.

von admin
27.10.08. 19:16:56. 332 Wörter, 282 Ansichten. Kategorien: Bericht , Hinterlasse einen Kommentar »

Neues aus dem Süden

Tja, da denkt man gerade, man hätte sich gut eingelebt und der Alltag könnte sich grau und langweilig über einen senken und dann wars doch wieder nichts mit Gemütlichkeit:
Am Dienstag vergangener Woche hat mir meine Vermieterin eröffnet, dass ihre Arbeit gekündigt wurde und sie deshalb ausziehen muss, weil sie die Miete nicht mehr bezahlen kann. Gestern war es dann auch schon so weit und für den Rest des Monats habe ich eine große Wohnung für mich alleine.
Der Nachteil ist, dass ich mir auch für November etwas neues suchen musste und wohl leider ab morgen oder spätestens Freitag kein Internet mehr habe :no:
Die Uni verlangt so langsam, dass man arbeitet. Am Donnerstag musste ich drei Dinge abgeben. Davon war das Lustigste ein Blatt für Geschichte, bei dem ich aus zwei mittelalterlichen Texten bestimmte Informationen ziehen sollte. Leider waren die Texte gespickt mit Vokabeln, die mir weder ein Wörterbuch noch das spanische Wikipedia ausspucken wollten. Meine Professorin meinte am nächsten Tag nur: ja klar, das sind viele katalanische und alte Worte...
Ein Vorteil des Auszugs meiner Vermieter ist noch, dass sie mir sozusagen als Residualgröße ein Fahrrad hiergelassen haben, dass sie nicht mitnehmen konnten. Das ist zwar gerade noch platt, mit einer kaputten Bremse und viel zu niedrigen Sattel, aber das sollte sich beheben lassen! :yes:

von horand
19.10.08. 18:21:34. 231 Wörter, 179 Ansichten. Kategorien: Bericht , Hinterlasse einen Kommentar »

Meine Schwester zu Besuch

Ok, zugegeben, das ist nicht meine Schwester und die Hälfte muss man erraten.:)
Aber unter anderem haben wir in den fünf Tagen auch Flamenco angeschaut (gibts einmal die Woche in einer Kneipe direkt bei mir um die Ecke zu sehen).

Sonst war die Zeit einfach viel zu kurz für alles was wir uns vorgenommen hatten. Gefion ist nach Granada geflogen, wo wir uns natürlich die Alhambra angeschaut haben. In den nächsten Tagen stand dann: Malaga, Flamenco, Picasso-Museum, Kirchen, Tapas essen, Botellon, Meer, Konzert, Alcazaba, Einkaufen, Unterhalten und Urlaub auf dem Programm. Ich habe sicherlich etwas vergessen.

Urlaubsstimmung kam bei meiner Schwester richtig erst am Samstag am Strand auf. Leider war das Wetter die ganze Zeit über eher grau und teilweise stürmisch. Aber das Meer war auf diese Art auch besonders...
Für mich war es natürlich schön, mal ein bekanntes Gesicht zu sehen. Besuch ist herzlich willkommen! ;)

von horand
19.10.08. 18:03:27. 187 Wörter, 243 Ansichten. Kategorien: Bericht , 1 Kommentar »

Der Ernst des Lebens und die Zeit danach

La Universidad
Seit mittlerweile knapp zwei Wochen besuche ich nun die Universidad de Málaga, kurz UMA. Als erstes musste ich mir unter den gut achtzig Kursen aussuchen, was ich belegen möchte. Was sich da nach viel freier Auswahl anhörte reduzierte sich durch die Vorgaben der Uni Tübingen, meinen Studienplan in Tübingen und den Antworten der Tübinger Professoren, was „voraussichtlich anrechenbar“ sei schneller als mir lieb war auf sechs Kurse.
Und dann war ich sehr gespannt darauf, ob und wie viel ich in den Vorlesungen verstehen würde. Die erste Vorlesung (Historia Econimía Mundial y de Espaňa) war ein absoluter Glücksgriff: wenn ich auch natürlich nicht alles verstehe, so spricht die Lehrerin doch sehr klar und akzentfrei, sodass ich dem Unterricht mit Spaß folgen kann. Das Gegenteilige Erlebnis wartete jedoch auch noch auf mich: abends ab 20.30 Uhr saß ich eine Stunde lang in einer Vorlesung und hatte hinterher keine Ahnung, was überhaupt das Thema der Stunde gewesen war. Also eine Vorlesung weniger. Auch nicht schlecht. :-)
Die Anfangszeit war jetzt ziemlich stressig. Parallel zur Uni mit ihren Anfangsfragen und -formalitäten lief noch der Sprachkurs. Außerdem kam der Regen von anderthalb spanischen Sommern auf einmal herunter (anscheinend regnet es hier im Sommer durchschnittlich fünf Tage) und weil das wohl nicht reichte, war ich zwischenzeitlich auch nicht ganz fit.
El chorro

Doch auch das ging vorbei und die Zeit danach brachte ein paar schöne Überraschungen: Schuld daran ist vor allem mein Tübinger Kommilitone Oliver Krebs, den ich erst hier kennen gelernt habe.

Er packte plötzlich seine Slakeline aus und so waren wir letzte Woche an zwei Spätnachmittagen am Strand, haben die Slakeline zwischen Palmen aufgespannt und uns gedacht, dass uns das wohl niemand glaubt! Leider gibt’s auch (noch) keine Beweisfotos.

Viele Fotos gibt’s dafür vom letzten Wochenende. Wir waren in einem ca. 45 Min. entfernten Naturpark, der anscheinend einer der größten Klettergebiete Europas darstellen soll. Denkt man gar nicht, so weit im Süden. :-) Ich freute mich schon riesig darauf, endlich mal wieder frische Luft zu schnuppern und in der Natur zu sein.

Meine Erwartungen wurden mehr als übertroffen. Viel zu erzählen gibt es eigentlich nicht, die Bilder (mit Untertiteln) dürften einen besseren Eindruck vermitteln.
Es bleibt nur zu sagen, dass die Kletterausrüstung natürlich von Oli stammt und es nachts nur mit dünner Decke doch schon recht kalt draußen ist.

von horand
07.10.08. 11:02:58. 553 Wörter, 260 Ansichten. Kategorien: Bericht , 3 Kommentare »

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